Stundensatz vor der Gründung realistisch kalkulieren

Ein zu niedriger Stundensatz rächt sich schnell. So prüfst du vor dem Start, ob dein Preis Kosten, Zeit und Sicherheit wirklich trägt.

Viele Gründer starten mit einem Preis, der sich gut anfühlt, aber nicht sauber gerechnet ist. Das passiert besonders häufig, wenn du aus einer Festanstellung kommst und dein früheres Nettogehalt als Orientierung nimmst. Selbstständigkeit funktioniert anders: Du verkaufst nicht jede Arbeitsstunde, trägst deine laufenden Kosten selbst und brauchst Reserven für Zeiten ohne Auftrag.

Ein realistischer Stundensatz hilft dir nicht nur beim Verkaufen. Er zeigt dir auch, ob dein Geschäftsmodell tragfähig ist, bevor du Gewerbe anmeldest, Verträge unterschreibst oder feste Kosten eingehst. Wenn der Preis nur bei voller Auslastung funktioniert, ist das ein Warnsignal.

Die gute Nachricht: Du musst vor der Gründung keine perfekte Finanzplanung bauen. Aber du solltest verstehen, welche Kosten und Zeitanteile in deinem Preis stecken müssen. So vermeidest du, dass du zwar Aufträge gewinnst, aber am Ende zu wenig übrig bleibt.

Gründer zwischen übergroßer Zeit- und Kostenmetapher im hellen Coworking Space.