Scheinselbstständigkeit vor der Gründung prüfen

Wenn du als Freelancer startest, kann ein falsches Arbeitsmodell später teuer werden. So prüfst du frühe Warnzeichen vor der Gründung.

Viele Gründer starten pragmatisch: ein erster Kunde ist da, das Angebot steht grob, die Gewerbeanmeldung oder freiberufliche Anmeldung ist geplant. Gerade bei Freelancern, Beratern, IT-Dienstleistern, Kreativen und nebenberuflichen Gründern entsteht dabei schnell eine heikle Frage: Sieht dein geplantes Arbeitsmodell wirklich selbstständig aus oder eher wie ein ausgelagertes Arbeitsverhältnis?

Scheinselbstständigkeit ist kein Thema, das du erst nach der Gründung beachten solltest. Wenn du von Anfang an nur für einen Auftraggeber arbeitest, feste Arbeitszeiten übernimmst, in interne Abläufe eingebunden bist oder kaum eigene unternehmerische Entscheidungen triffst, kann das später Fragen auslösen. Ob tatsächlich ein Risiko besteht, hängt immer vom Einzelfall ab.

Für die Vorgründungsphase heißt das: Du solltest nicht nur überlegen, welche Leistung du anbietest, sondern auch wie du sie organisatorisch erbringst. Dazu gehören deine Kundenstruktur, deine Vertragsgestaltung, dein Auftreten am Markt und die Frage, ob du sichtbar als eigenes Unternehmen handelst.

Gründerin mit Marionettenfäden als Symbol für abhängige Selbstständigkeit