Brauchst du einen Datenschutzbeauftragten?

Datenschutz wirkt oft größer als er ist. Prüfe früh, ob du einen Datenschutzbeauftragten brauchst und welche Fragen vor dem Start zählen.

Wenn du gründest, verarbeitest du schneller personenbezogene Daten, als es auf den ersten Blick wirkt. Dazu gehören Anfragen über deine Website, Kundendaten in Angeboten, E-Mail-Kontakte, Newsletter-Anmeldungen, Bewerbungen oder Daten von Dienstleistern. Deshalb ist die Frage nach einem Datenschutzbeauftragten kein Thema nur für große Unternehmen.

Ob du einen Datenschutzbeauftragten brauchst, hängt nicht allein von deiner Rechtsform ab. Entscheidend sind vor allem Art, Umfang und Zweck deiner Datenverarbeitung. In Deutschland kann eine Pflicht zum Beispiel relevant werden, wenn in der Regel mindestens 20 Personen ständig mit automatisierter Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Auch bestimmte Kerntätigkeiten, besondere Kategorien personenbezogener Daten oder umfangreiche Überwachung können eine Rolle spielen.

Für viele Solo-Gründer ist die Antwort am Anfang nicht dramatisch. Trotzdem solltest du die Frage nicht erst stellen, wenn Website, CRM, Newsletter und Buchungstools schon laufen. Wer früh sortiert, spart später Korrekturen, unnötige Unsicherheit und doppelte Arbeit.

Gründer steht unter großem transparentem Schloss aus digitalen Datenkarten.